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Als Volksschulkinder sahen wir einander nur ganz kurz. Wir streunten im selben Wäldchen umher, das lag gleich neben dem Franz-Horr-Stadion in Wien-Favoriten. Nur flüchtig sah Klein-Christoph damals die scheuen Rehaugen Klein-Lollos, danach jahrelang nicht. Bis zur sechsten Klasse, das heißt die Klasse, in die der Lollo das erste, der Christoph aber das zweite Mal ging - da sahen wir einander wieder. Nach nicht langer Zeit haben wir uns verstanden, haben zum Beispiel auf der Projektwoche musiziert, das heißt der Lollo hat Gitarre gespielt und der Hansi auch und die anderen haben gesungen, darunter auch der Christoph.
Wenig später haben wir das Lied zu Salon Helga geschickt, weil wir den Grissemann und den Stermann ganz super finden. Die haben das Lied aber gleich gespielt im Radio, und nachher noch ganz oft wieder. Dann haben wir einmal im Radio gehört, daß die beiden durstig sind, also haben wir Bier gekauft und es ihnen gebracht. Man hat uns auch tatsächlich hereingelassen und wir durften dann mit ihnen reden. Sie haben uns gesagt, daß wir mehr solche Lieder machen sollten. Das Bier haben aber wir getrunken. Der Lollo hat dann neue Lieder gemacht, die haben wir dann geübt auf dem Parkplatz vom Franz-Horr-Stadion, dort, wo früher das Wäldchen vom Anfang war. Dann wurden die Lieder im Funkhaus aufgenommen. Der Grissemann und der Stermann haben hinter der Glasscheibe immer geklatscht, wenn wir ein Lied gesungen hatten. Dann sind sechs Lieder bei Salon Helga dauernd gespielt worden, so ein paar Monate lang. Kurz vor Weihnachten 1995 hat sich irgendwie der Scotti aus Innsbruck bei uns gemeldet, der veranstaltet dort allerhand Konzerte mit seinem Kulturverein V.A.K.U.U.M. Der hat uns gefragt, ob wir nicht bei ihm im Bierstindl, das ist ganz in der Nähe vom Berg Isel, wo eine Sprungschanze draufsteht, auftreten wollen, weil dort nämlich jedes Jahr so kurz nach Silvester ein Schisprungbewerb stattfindet. Der Scotti hat sich gedacht, das würde vielleicht dazupassen.
Wenigstens haben wir Jahr um Jahr jeweils ein oder mehrere Lieder zusätzlich spielen können, sodaß die Länge unserer Konzerte von anfangs einer knappen halben Stunde bis auf über zwei Stunden zugenommen hat. Da wir den Punkt an dem man sich Gedanken machen muß, welche Lieder man spielen soll oder nicht, aber noch nicht erreicht haben, brauchen wir uns noch immer nicht vorzubereiten. Doch schön langsam stellen wir fest, daß es wohl besser wäre, zwischen den Liedern nicht so viel zu reden, weil den Leuten langweilig wird, aber nach so langer Zeit im Geschäft fällt es uns schwer das abzulegen, hat man uns doch früher geradezu dazu gedrängt unser begrenztes Repertoire mit Hilfe von Belanglosem zu kaschieren und so das Programm in die Länge zu ziehen. Blablablabla... dann sind wir noch ganz oft wo aufgetreten, haben eine CD aufgenommen, sind weiter aufgetreten, haben neue Lieder geschrieben, noch eine CD aufgenommen.... aber das erzählen wir dann später oder so.. |
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